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Test: Übertragen Pinguinopfer Linkjuice?

Eine Theorie, die ich in den letzten Tagen verfolgt habe, ist, ob Seiten, die vom Pinguin Update betroffen sind, Linkjuice übertragen. Ich möchte in diesem Artikel kurz meine Herangehensweise aufzeigen und natürlich die Ergebnisse präsentieren.

Wie sich mittlerweise herausgestellt hat, scheint Pinguin ein Algorithmusupdate zu sein, dass speziell On- und OffPage überoptimierte Seiten zum Ziel hatte. Ich vermutete, dass es evtl. neben dem Verlust einiger Rankings auch zu einer Entwertung des Linkjuices gekommen ist und wollte dies mit einem kleinen Test beweisen.

Zunächt benötigte ich dafür eine Seite, die von Pinguin betroffen ist. Das lässt sich mit den gängigen SEO Tools relativ einfach herausfinden. Das typische Pinguin Muster hat einen drastischen Sichtbarkeitsabfall in der Woche vom 23.04.2012 zum 30.04.2012 und danach keine großartigen Gewinne.

Stephan Walcher hat mir für meinen kleinen Test seinen Blog mszone.de zur Verfügung gestellt. Dort haben wir unter dem Artikel http://www.mszone.de/windows-phone-8-vs-iphone-5/ am 22.06.2012 einen Hashcode auf eine Unterseite von spiegel.de verlinkt.

4 Tage später am 26.06.2012 wurde die Seite von Google erstmalig gecrawlt und indexiert. Zunächst wurde nur der Artikel ansich zu dem verlinkten Hashcode gefunden.

Weitere zwei Tage später am 28.06. wurde dann jedoch auch die Spiegel Online Seite gefunden, was die Vermutung nahe legt, dass Seiten, die unter dem Pinguin Einfluß stehen, doch Linkjuice und Linktexte vererben.

Von Stefan Köhn

Meine ersten digitalen Spuren habe ich 2002 hinterlassen. Seitdem habe ich in vielen bekannten und weniger bekannten Unternehmen die digitale Strategie mitbestimmt. Dazu zählen DaWanda, Mister Spex, McMakler, BMI Group uvm. Außerdem greife ich aufstrebenden Unternehmen mit meiner Expertise gern als Business Angel unter die Arme.

4 Antworten auf „Test: Übertragen Pinguinopfer Linkjuice?“

Warum sollten solche Seiten nicht vererben? Nur vollständig gebannte Projekte vererben nichts. Von Pinguin betroffene Seiten sind ja nicht aus dem Index, sondern nur im Ranking zurück gestuft, weil sie z.B. im Linkaufbau überoptimiert sind. Es gibt keinen Grund linkende oder verlinkte Seiten dafür zu bestrafen. Im Gegenteil: Wenn sich z.B. der einseitige Linkaufbau (der durchaus natürlich zustande kommen kann) ändert, sind das dann bombastische Backlinks.

Das ist ein interessanter Test. Er zeigt zumindest, dass Google die Seiten, die vom Pinguin betroffen sind, auch weiterhin in seinem Linkgraphen wertet und das reine Anchor-Test-Signal dadurch nicht betroffen ist.

Jetzt müsste man aber natürlich noch wissen, welche anderen positive oder negative Signale solche Links gleichzeitig für die Zielseiten geben.

Hey,

super Testbericht!
@ Nicolas, ich denke mal keine negativen Signale da diese ja nicht betroffen sind. Der Juice wird weiter gegeben und hilft der nehmenden Seite das Ranking zu steigern. NUR die Seite selbst hat es mit dem Linkaufbau etwas übertrieben…

Wie @Matthias schon sagte (so hat sich auch meine Vermutung bestätigt) „Nur vollständig gebannte Projekte vererben nichts.“

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