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Natürliche Linkverteilung Teil II

Wer meinen Blog aufmerksam liest hat sicherlich schon gemerkt, dass ich meinen Fokus auf Linkbuilding gelegt habe und mich hierbei im Speziellen mit der Analyse eines natürlichen Linkbildes beschäftige. In meinem ersten Artikel zum Thema Natürliches Linkbuilding habe ich mir bereits das Backlinkprofil von Wikipedia detailierter angeschaut, um hier einen Schlüssel zu finden, wie ein solches Linkprofil aussehen kann. Kurz darauf hat auch Julian mit seinem Artikel Anchortexte: Wie macht man es denn nun wirklich? einen Schwerpunkt auf die Analyse des Linkbildes gelegt. Heute bin ich auf einen sehr interessanten Artikel von Geoff Kenyon auf dem SEOmoz Blog gestoßen, den ich hier kurz widergeben möchte.

Warum ist ein natürliches Linkbild eigentlich so wichtig? In einem Punkt sind wir uns sicherlich einig: Die Zeiten, in denen man für ein Keyword auf 1 ranken konnte, in dem man sich hunderte exakte Keywordlinks aus dubiosen Quellen besorgte, sind vorbei. Google legt immer stärkeren Wert auf ein natürliches, ausgewogenes Linkbild. Wer diesem nicht entspricht, wird entweder bestraft oder schafft die angestrebten Top-Positionen nicht.

Geoff Kenyon analysierte nun 10 verschiedene Webseiten auf ihr Backlinkprofil und ging bei dieser Analyse auch auf den Unterschied zwischen Kategorie- und Produktdetailseiten ein. Er unterteilte die verlinkten Keywords in 7 verschiedene Kategorien:

  1. Brand Name (Beispielsweise: Mister Spex)
  2. Brandvariation (Beispielsweise: im Mister Spex Online Shop)
  3. Brand + Keyword (Beispielsweise: Kontaktlinsen bei Mister Spex)
  4. Exaktes Keyword (Beispielsweise: Kontaktlinsen)
  5. Variiertes Keyword (Beispielsweise: Kontaktlinsen online kaufen)
  6. Kein Keyword oder Brand (Beispielsweise: hier kaufen)
  7. URL (Beispielsweise: http://misterspex.de/)

Links mit Keyword vs. Links ohne Keyword

Bei der Analyse von Kategorie- und Produktdeteilseiten fiel auf, dass 34,6% aller Links mit Keyword (exakt und variabel) verlinkt wurden.

Im Detail ergab sich folgende Verteilung:

Linkverteilung auf Kategorieseiten

Bei der detaillierten Analyse der Produktdetailseiten ergab sich eine Verteilung von 25% Links mit Keyword (exakt und variabel) und 75% Links ohne Keyword. Scheinbar werden Kategorieseiten weniger oft mit einem Keyword verlinkt. Diese Erkenntnis war auch für mich neu.

Auch hier hat Geoff die Verlinkungen im Detail analysiert:

Linkverteilung auf Produktdetailseiten

Auf den Produktdetailseiten entfällt ein noch höherer Anteil aller Links auf Links mit Keywordfokus. 46% aller Links haben hier das Keyword im Linktext.

Im Detail wird deutlich, dass der Anteil der exakten und der variablen Links im Vergleich zur Kategorieseite enorm gestiegen ist:

Fazit

Diese Analyse kann natürlich nicht uneingeschränkt für jedes Keyword oder Thema übernommen werden. Der Ansatz ist jedoch sehr interessant und sollte auf das eigene Keyword übernommen werden. Um Euch die Arbeit etwas zu erleichtern habe ich dazu schon mal eine Excel vorbereitet, in die Ihr die Werte der zu vergleichenden Domains eintragen könnt, um die Linkverteilung zu erhalten. Excel Dokument herunterladen.

Ein Problem bleibt für mich jedoch auch in dieser Analyse unbeantwortet. Wie geht Google mit Keyworddomains um? Hier ist es unklar, ob ein Link mit dem Linktext „Online Kredit“ auf die Domain „www.online-kredit.info“ als Brandlink, als Keywordlink oder als beides zählt. Was meint ihr?

Von Stefan Köhn

Meine ersten digitalen Spuren habe ich 2002 hinterlassen. Seitdem habe ich in vielen bekannten und weniger bekannten Unternehmen die digitale Strategie mitbestimmt. Dazu zählen DaWanda, Mister Spex, McMakler, BMI Group uvm. Außerdem greife ich aufstrebenden Unternehmen mit meiner Expertise gern als Business Angel unter die Arme.

2 Antworten auf „Natürliche Linkverteilung Teil II“

Stefan, vielen Dank für deinen Post. Den Bericht von SEOmoz hatte ich erst nach deinem Post gelesen und ich muss euch beiden zustimmen, dass es ein interessanter Ansatz ist, man aber immer prüfen muss, inwiefern das angegebene Linkverhältnis auch für die jeweilige eigene Branche relevant ist.
Keyword-Domains sind immer ein Problem für sich. So wie es aktuell aussieht wird es wohl eher als Money-Keyword von Google gewertet, sonst würde die eine oder andere Domain sicher nicht so gut ranken.

Hallo, auch für mich waren viele neue Überlegungen dabei, wobei ich das Ganze eher als Amateur denn als Profi für andere Betreibe. Im b2b Marketing ist das Gedränge um die Toppositionen noch nicht ganz so hart, aber wer weiß, was noch kommt.

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